Mittwoch, 10. Januar 2018



von Dr. Antje Müller, freie Journalistin







Um die Anwesenheit von Mitarbeitern in Gebäuden und Räumen zu dokumentieren, werden in vielen Unternehmen Meldebücher in Form von Kladden benutz. Jeder Mitarbeiter oder Besucher ist verpflichtet sich beim Betreten oder Verlassen des Hauses/Geländes händisch ein- bzw. auszutragen. Je größer das Gelände, je mehr Mitarbeiter und Besucher gleichzeitig vor Ort, desto unübersichtlicher wird das Ganze. Die „analoge“ Kladde hat den Nachteil, dass sie keine aktuellen Daten von Mitarbeitern/Besuchern an die GLT/ZLT zur Verfügung stellen kann. Im Störfall ist das für die Organisation der Rettungskräfte ein großer Nachteil. Die elektronischen Meldebücher sind vernetzt und leiten die Daten an jede gewünschte Stelle weiter.

  

Besonders auf Unternehmensgeländen, auf denen eine Zutrittskontrolle aus Sicherheitsgründen unbedingt notwendig ist, ist eine Führung von unmissverständlichen Meldebüchern Pflicht. Wenn zum Beispiel nur kleine Gruppen von berechtigten Personen funktionsspezifisch Zutritt haben, so ist stets ables- und langfristig dokumentierbar, wer sich wann und wie lange und funktionsbedingt wo in der Liegenschaft aufgehalten hat oder - bei Gefahr - gerade aufhält. Für absolute Transparenz sorgen elektronische Meldebücher mit LCD-Touchscreen, die immer eine Liste der sich in der Liegenschaft aktuell befindlichen Personen bereithält. Das geht schnell und spart damit Zeit, es sorgt für Sicherheit und Komfort sowohl in der Zentrale (ZLT) als auch für die Mitarbeiter.



Im Notfall

Sollte es auf dem Unternehmensgelände zu einem Störfall kommen, können die eintreffenden Rettungskräfte anhand der Einträge im elektronischen Meldebuchs sofort ablesen, wie viele Personen sich in den Gebäuden und Räumen funktionsgebunden befinden, um sofort Bergungsarbeiten einleiten zu können.



Audiomodul

Die elektronischen Meldebücher beinhalten ein Audiomodul mit Voice-Over-IP Telefonie Funktion. Hiermit kann man im Notfall mit der Leitwarte sprechen oder auch zu jedem anderen Telefonteilnehmer eine Verbindungen aufbauen.



Videomodul

Über eine integrierte Megapixelfarbkamera kann zusätzlich visuell kommuniziert werden, wenn eine Videokommunikation oder Videoüberwachung gewünscht wird.

Für den Touch-Terminal gilt die Schutzklasse IP65, d. h. er ist staubdicht und spritzwassergeschützt. Dabei ist er im Temperaturbereich zwischen -20°C und +60°C anfällig, genauso wie das LCD, für das eine Mindestlebensdauer von 10 Jahren eingeräumt werden kann.

Die Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms wird umgebungslichtabhängig gesteuert, folglich wird Strom gespart und die LEDs werden geschont. Außerdem schaltet sich das Display ab, wenn die Meldebuchliste leer ist - allerdings schaltet es sich sofort wieder an, wenn sich eine Person vor das Gerät stellt.

  

Zum Schutze der Mitarbeiter

Die berechtigten Mitarbeiter auf gesichertem Gelände sind im Idealfall mit RFID-basierten Ausweiskarten ausgestattet. Jede Eingangstür kann durch einen Kartenleser gesichert werden, der online mit dem Zutrittskontrollsystem verbunden ist, d.h. alle Standorte sind über ein Ethernet-Netzwerk verbunden, sodass der Zutritt zentral gesteuert und dokumentiert werden kann. Auch das Austragen aus der Liste wird auf diesem Weg erledigt.



Zum Schutze der Besucher

Für Gäste, z. B. Betriebe, die für Wartungs- und/oder Reparaturarbeiten zuständig sein könnten, können auf Kundenwunsch Besucherausweise bereitgestellt werden. Diese Besucher haben keine Zugangsrechte, weshalb der Kartenleser an der Eingangstür Besucher nicht automatisch zulässt. Für diese Fälle wird im elektronischen Meldebuch ein integrierter RFID-Kartenleser benutzt, der das Ein- und Austragen übernimmt.

Wenn ein Besucher ohne lesbaren Ausweis das Gelände betritt, kann auf Wunsch ein Button „Person anmelden“ manuell bedient werden.



Funktionsablauf

Sowie sich eine Person am elektronischen Meldebuch anmeldet, wird ein internes Relais im Terminal aktiviert. Hierdrüber kann eine Leuchte geschaltet werden, die signalisiert, dass sich in diesem Raum jemand befindet. Eintreffende Sicherheitskräfte wissen dann sofort, dass sich in einem bestimmten Raum Personen befinden.



FaceAdmin Managementsoftware

Basieren tuen die variantenreichen Softwarelösungen auf einen Server mit der FaceAdmin-Managementsoftware. Dazu gehört eine 19“ Serverkompnente plus Höheneinheit als Hardware.  Der Server wird unter Linux betrieben und beinhaltet neben einer MySQL-Datenbank auch einen Apache Webserver. Das Benutzerinterface (GUI) wird in jedem Webbrowser zur Verfügung gestellt und basiert auf Web Services. Jeder regelmäßige Benutzer wird in einen Benutzermanager eingetragen und mit Rechten versehen.

Die Terminals selbst werden angemeldet und erscheinen als Liste des Gerätemanagers. Auch eine Firmware kann vom Gerätemanager aus auf alle Terminals verteilt werden.

Das Meldebuch behält sämtliche „Bewegungen“ auf dem Gelände „im Auge“, es kontrolliert und protokolliert. Hierzu dient eine Tabelle, die auch auf mehrere Liegenschaften ausgedehnt werden kann.



Fazit

Meldebücher können variantenreich ausgestattet werden. Mit Hilfe des Touchscreen können vielfältige Aufgabenstellungen realisiert werden. Aus verständlichen Gründen möchten die Unternehmen, die von der Multicomsystem mit diesen Terminals ausgestattet wurden, sich nicht gerne in die Karten schauen lassen. Entscheidend bei der Ausstattung mit Meldebüchern ist die Tatsache, dass der Mitarbeiter gezwungen ist, sie zu benutzen, und damit menschliche Schwächen (Muprhy’s Gesetz: ein Störfall tritt ein und die MA haben vergessen, sich einzutragen bzw. auszutragen…) ausgeschlossen werden kann.



Bei Interesse werden von der Multicomsytem OHG in Erkrath Meldebücher auf die jeweiligen Bedürfnisse passgenau maßgeschneidert.


Ansprechpartner: Dirk Goßen, d.gossen@multicomsystem.de.
                               Bernhard Goßen, b.gossen@multicomsystem.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen